Neurodivergenz ist in der LGBTQIA+-Community viel häufiger anzutreffen: Hier finden Sie unsere Forschungsergebnisse zu diesem Zusammenhang und dazu, wie wir daran arbeiten, das Leben für diese Menschen zu erleichtern.
Neurodivergenz bezeichnet eine Person mit einer von der Norm abweichenden kognitiven Vielfalt. Dies kann verschiedene Diagnosen nach sich ziehen, wie beispielsweise Autismus, ADHS, Legasthenie oder Dyspraxie. Geschlechtsidentitäten, die vom biologischen Geschlecht abweichen (nicht-cisgeschlechtliche Identitäten), scheinen bei neurodiversen Menschen häufiger vorzukommen. Schätzungen zufolge ist die Wahrscheinlichkeit, dass autistische Menschen auch LGBT+ sind, zwei- bis dreimal höher. Eine Studie mit jungen Menschen mit ADHS ergab, dass diese 6,6-mal häufiger Geschlechtsvarianz aufweisen als ihre neurotypischen Altersgenossen.
Coming-out
Neurodiversität kann auch Einfluss darauf haben, wie schnell sich Menschen als LGBT+ outen. Häufig berichten Betroffene von einer Verzögerung bei der Anerkennung ihrer Geschlechtsidentität, da sie generell Schwierigkeiten haben, sich mit ihren eigenen Gefühlen und Wünschen zu identifizieren.
Neurodiverse Menschen haben möglicherweise auch weniger Zugang zu Bildung und Erfahrungen, was die Entwicklung eines Verständnisses ihrer Geschlechtsidentität erschwert. Beispielsweise erhalten autistische Schülerinnen und Schüler oft unzureichende Aufklärung über sexuelle Orientierung und stoßen auf soziale Barrieren, die sie daran hindern, ihre Geschlechts- und/oder sexuelle Identität zu erforschen.
Viele autistische Menschen haben zudem ein begrenztes soziales Netzwerk, was ihre Begegnung mit Vielfalt einschränken und ihnen weniger LGBTQ+-Vorbilder ermöglichen kann.
Autistische Menschen benötigen daher möglicherweise länger, um herauszufinden, was sich für sie in Bezug auf Geschlechterrollen und -ausdrücke richtig und natürlich anfühlt.
Es ist wirklich wichtig zu wissen, dass das in Ordnung ist, und es ist toll, sich Zeit zu nehmen, um die verschiedenen Möglichkeiten zu erkunden, bis man das findet, womit man sich wohlfühlt.
Sensorische Probleme
Aufgrund ihrer individuellen Informationsverarbeitung haben neurodiverse Menschen häufig sensorische Probleme. Bei der Entwicklung unserer Binder haben wir dies berücksichtigt. Daher sind unsere Binder nur etwa halb so dick wie andere Modelle auf dem Markt. Außerdem bieten sie hohen Tragekomfort.
Wünschen Sie sich etwas mehr Weichheit? Schon einmaliges Waschen mit Weichspüler sorgt dafür, dass sich der Stoff weicher anfühlt.
Wir haben auf der Rückseite des Binders ein atmungsaktives Gewebe verwendet, damit die Wärme leicht entweichen kann und sich unsere Kunden wohlfühlen.
Wir empfehlen außerdem (und haben manchmal auch welche in unserem Geschäft erhältlich) Fidget-Toys, die häufig von Ergotherapeuten empfohlen werden, um Menschen mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) oder Autismus zu helfen, sich zu konzentrieren, indem sie ihnen helfen, zusätzliche sensorische Informationen auszublenden, die sonst ablenkend wären.
Sensorisches Spielzeug wurde entwickelt, um die Konzentration zu verbessern, Nervosität abzubauen, Ängste zu reduzieren und sensorischen sowie psychischen Stress zu verringern. Es kann in stressigen oder belastenden Situationen Erleichterung verschaffen.
Soziale Inklusion
Sich als LGBT zu identifizieren und neurodivers zu sein, kann für manche Menschen zusätzliche Schwierigkeiten mit sich bringen. Beide Identitäten gehören Minderheiten an, was bedeutet, dass es ohnehin schon schwierig sein kann, sich mit anderen zu identifizieren.
Studien haben gezeigt, dass die Zugehörigkeit zu mehreren Minderheitengruppen soziale Herausforderungen verstärkt und die Integration in Gruppen erschwert. Dies kann dazu führen, dass sich Betroffene stark isoliert und „anders“ fühlen.
Um dieser sozialen Ausgrenzung entgegenzuwirken, haben wir eine Facebook-Gruppe eingerichtet, über die wir andere Menschen mit ähnlichen Interessen, die unsere Produkte nutzen, erreichen möchten. Auf unserer Website finden sich außerdem zahlreiche Ressourcen und Links, die unseren neurodiversen Kund*innen helfen können, ihre Geschlechtsidentität besser zu verstehen.






